Salzburger Fenster, Juni 2011
Brandneu: der SIX 2010 ist da!
Immobilien gegen Aktien: SIX schlägt ATX – stabiler Aufwärtstrend hält an
Der Salzburger Immobilienindex (SIX) legt 2010 um fünf Prozent zu und übertrifft – nach einem leichten Rückgang im Krisenjahr 2009 – alle bisherigen Werte. Er folgt damit der aktuellen Wirtschaftsentwicklung und erweist sich als wesentlich beständiger als der ATX.
Der vor mehr als 20 Jahren von Albin E. Hölzl ins Leben gerufene Salzburger Immobilienindex spiegelt alljährlich die Gesamtheit aller Immobilientransaktionen am Bundesgericht Salzburg wieder. Er ist die einzige lückenlose Dokumentation der Marktentwicklung und lässt weitreichende Schlüsse zu. Blickt man auf das Jahr 2010, so sticht als erstes ein kräftiges Plus von 21 Prozent bei der Zahl der Immobiliengeschäfte ins Auge. „Der Immobilienmarkt hat im vergangenen Jahr einen wahren Boom erlebt“, resümiert Dr. Gerald Hubner, Fachgruppenobmann der Immobilien- und Vermögenstreuhänder Salzburg. So ist die Zahl der Kaufverträge auf ein Rekordhoch von 2.143 Einheiten gestiegen, die Transfervolumina – also die bei Immobiliengeschäften bewegten Geldsummen – stiegen um 20 Prozent auf insgesamt 549,8 Millionen Euro an. „Erklären lässt sich dieser rasante Anstieg als Antwort auf die Finanzkrise und den damit verbundenen Wunsch nach einer risikoarmen, soliden Investitions- und/ oder Vorsorgemöglichkeit“, so Hubner weiter.
Teurer Neubau
Gegenüber dem Vergleichszeitraum 2009 wurden im vergangenen Jahr um 300 Wohnungen mehr verkauft (+ 32 Prozent), der Verkauf von Häusern stieg um 100 Einheiten (+ 29 Prozent). „Hier gab es auch die größte Umsatzsteigerung mit 47 Prozent bei Bestands- sowie 40 Prozent bei Neubauwohnungen“, verdeutlicht Ing. Wolfgang Maislinger, verantwortlich für den Verkauf bei Hölzl & Hubner, „Spitzen-Quadratmeterpreise konnten unter anderem in Aigen sowie der Inneren Stadt erzielt werden“.
Im Durchschnitt lagen die Quadratmeterpreise im Neubau um die 3.480 Euro. Gefragt waren vor allem gute Wohnlagen in Aigen, Maxglan, Nonntal und in der Inneren Stadt. Mit 272 Neubauwohnungsverkäufen war die Zahl um elf höher als im Vergleichszeitraum 2009. Noch mehr Bewegung lässt sich im Bereich der Bestandswohnungen beobachten. Hier gab es einen kräftigen Anstieg von 28 Prozent auf insgesamt 1.264 Wohnungen bei einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 2.070 Euro. „Deutlicher Ausreißer war hier wie üblich die Innere Stadt, wo sogar mehr als 7.000 Euro erzielt wurden“, berichtet Maislinger.
Bei Gewerbeobjekten, wo zwar ein leichter Rückgang des Transaktionsvolumens feststellbar ist, wechselten immerhin noch um 25 mehr Objekte als im Vorjahr den Besitzer. Ein weiterer Rückgang allerdings zeigt sich bei der Zahl der Grundstücksverkäufe – Bauland wir eben immer knapper.
Immobranche ist optimistisch
Insgesamt spiegelt der SIX für das Jahr 2010 die positiven Erwartungen der Wirtschaft wieder. Nicht nur die Industrie versprüht Optimismus, auch beim Konsum und auf dem Arbeitsmarkt weisen die Zeiger nach oben. Mit 338 Punkten übertrifft der SIX nicht nur deutlich den Vorjahreswert (leichter Einbruch), sondern erzielt bisher die höchste Marke überhaupt. „Es wird dabei die allgemeine Entwicklung auf dem Immobilienmarkt in den vergangenen Jahren deutlich“, so Hubner abschließend, „nämlich ein stetiger Aufwärtstrend mit ganz geringen Abweichungen in wirtschaftlichen Krisenzeiten. Der SIX ist damit dem ATX deutlich überlegen und ein Beweis dafür, dass die Investition in Immobilien absolut Sinn macht.“






