Salzburger Nachrichten, März 2010
Gewerbemarkt bleibt stabil
Immobilienmarkt. Der Markt für Gewerbeimmobilien in Salzburg ist ein sehr stabiler. Bei den Büroflächen werden demnächst einige neue Projekte gestartet.
Salzburg (SN). Der Salzburger Büromarkt hat sich auch 2009 stabil entwickelt. Vor allem neue Projekte im Bereich der Innsbrucker Bundesstraße, in Bergheim oder an der Alpenstraße sind derzeit im Entstehen oder kurz vor Baubeginn. „Vor allem die Innsbrucker Bundesstraße ist derzeit sehr gefragt“, sagt Albin Hölzl von Hölzl & Hubner: „Hier gibt es zwei Projekte im Bereich Karolingerstraße sowie eines in der Nähe des Outlet-Centers.“ Dabei handelt es sich vorwiegend um Büro- und Gewerbeflächen, weniger um Geschäftslokale.
Bei diesen Projekten sei noch 2010 mit einem Baubeginn zu rechnen, die Vorvermietung laufe gut.
30.000 m² in der Pipeline
Geht man von einem gesamten Volumen von derzeit rund 1,1 Millionen Quadratmetern Bürofläche in Salzburg-Stadt aus, hat der Leerstand im Vergleich zum Vorjahr etwas zugenommen. 2009 lag die Leerstandsrate bei 3,75 Prozent, 2010 wird sie etwa 4,2 Prozent erreichen. Trotzdem sind zahlreiche Neubauprojekte in der Pipeline. In der gesamten Stadt erreichen diese eine Größenordnung von zirka 30.000 Quadratmetern.
Neben den erwähnten Projekten rund um die Innsbrucker Bundesstraße laufen beispielsweise noch zwei Projekte in der Alpenstraße, ein neues Motel sowie die Erweiterung der SCA, und auch der „Turm“ bei der Science City in Itzling wartet noch auf die Realisierung.
Nicht enthalten in den 30.000 Quadratmetern sind laut Hölzl firmeninterne Erweiterungen wie etwa bei Maco in der Alpenstraße oder bei den „Salzburger Nachrichten“ in der Karolingerstraße.
Neu Bedingungen
Hölzl: „Die momentane Wirtschaftssituation hat den Beginn der Projekte offener gestaltet. Wurden in den Vorjahren Projekte unabhängig des Verwertungsstatus in Angriff genommen, gilt es im Augenblick, einen Ankermieter zu finden, damit der Bau begonnen wird.“
Qualität ist vorrangig
Gebrauchte Immobilien, die nicht dem technischen Standard entsprechen, sich in Randlagen befinden oder in weniger repräsentativen Gebäuden liegen, verlieren derzeit an Attraktivität, die Verwertungszeiträume verlängern sich. Die Nachfrage ist generell stabil geblieben, auch wenn die Vermietungen längere Prüfungsperioden durchlaufen und damit einen größeren Zeitaufwand benötigen. Das Klientel selektiert noch mehr und informiert sich im Vorfeld. „Gemietet wird, was dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis entspricht“, betont Hölzl, der zudem darauf hinweist, dass die meisten Transaktionen schon in Salzburg bestehende Unternehmen betrifft und weniger Zuzug oder Neugründungen.
Die Vermieter sind jedenfalls gefordert, ihre Immobilien in Schuss zu halten, der Wunsch nach Repräsentativität des Standortes hat stark zugenommen. „Der Kunde ist bereit, mehr zu bezahlen, wenn er mehr bekommt. Nicht sanierte und ungepflegte Immos sind aufgrund des vorhandenen Angebots nahezu unverwertbar“, betont der Spezialist.
Weiter berechenbar
Der Salzburger Markt biete innerhalb Österreichs sehr stabile und berechenbare Preise und ist aufgrund der Größe gut überschaubar. Dies werde auch so bleiben, es sei nicht mit großen Veränderungen oder Einbrüchen zu rechnen.
Die leicht nach unten gegangene Vermietungsleistung hat sich stabilisiert und wird bis Ende des Jahres das Niveau halten. Das Mietniveau wird bei Topstandards gleichbleibend sein, leicht rückgängig hingegen beim Mittelsegment und unteren Preissegment.
Hölzl: „Dich Nachfrage nach Neubauprojekten in guten Verkehrslagen ist nach wie vor sehr stark. Der Preis spielt in dem Fall eine untergeordnete Rolle, sofern der Kunde eine Komplettimmobilie mit entsprechend hochwertiger Ausstattung nach neuestem technischen Standart erhält.“






