Salzburger Wirtschaft, April 2010

Stabile Entwicklung am Immobilienmarkt

 Salzburgs Immobilienmarkt weist trotz Wirtschaftskrise eine stabile Entwicklung auf.

 So lautet kurz zusammengefasst das Resümee des Salzburger Immobilienindex (SIX), erstellt von Hölzl und Hubner Immobilien Salzburg. Die Marktanalyse bezieht sich auf alle bist Ende Dezember des Vorjahres im Grundbuchamt des Bezirksgerichtes Salzburg verbücherten Immobilientransaktionen. „Zugrunde gelegt wurden der Auswertung sämtliche Katastralgemeinden der Stadt Salzburg sowie angrenzender Umlandgemeinden wie Wals, Hallwang oder Bergheim“, erläutert Prokurist Ing. Wolfgang Maislinger von Hölzl und Hubner Immobilien. Vergleichsbasis ist der Jahresindex 2008. Ähnlich einem Aktienindex spiegelt der SIX die Grundbuchsaktivitäten wider. Aktuell steht der SIX bei 323 Punkten, was zwar im Vergleich zum Index 2008 einem Minus von 3 % entspricht, verglichen mit dem Jahr 2007 bleibt allerdings immer noch ein Plus von 2 %. Sieht man also von der „Spitze“ im Jahr 2008 ab, kann man eine stabile und kontinuierliche Aufwärtsentwicklung erkennen.

 Gestiegene Volumina

 Das Jahr 2009 hat in Bezug auf die Anzahl der Transaktionen einen Rückgang um 4,3 % auf insgesamt 1.769 gebracht. Dieser Rückgang steht aber vor dem Hintergrund gleichzeitig größere Volumina pro Transaktion. Dass die Gesamthöhe der Transfervolumina nominell dennoch um 21 % auf 456 Mill. € gesunken ist, lässt sich aus zwei Großtransaktionen 2008 erklären, die somit statistische „Ausreißer“ waren. Nach Transfervolumina betrachtet machen Bestandswohnungen, gewerbliche Immobilien und der Verkauf von Häusern rund 80 % des Gesamtumsatzes aus. Der Umsatz bei Neubauwohnungen stieg um 36 %, gleichzeitig verringerte sich der Umsatz bei gewerblichen Immobilien um 40 %, bei Grundstücken um 25 %, bei Hauskäufen um 22 % und bei Bestandswohnungen um 8 %.

Nach Kaufverträgen betrachtet sieht die Situation aber anders aus. Hier wurden nur um 18 % weniger Häuser- und um 13 % weniger Bestandswohnungsverträge registriert. Gleichzeitig stieg die Zahl der Verträge für Neubauwohnungen um 62 %, jene für gewerbliche Immobilien um 7 %. Am Markt für Betriebsobjekte ist der wirtschaftliche Einbruch 2009 nicht spurlos vorübergegangen. Die Vermietungsleistung war deshalb gegenüber dem doch sehr guten Jahr 2008 rückläufig. Neubauten von Betriebsobjekten und Logistikliegenschaften wie z.B. für die Spedition Schenker in Bergheim oder die Firma Hinteregger in Salzburg-Nord waren eher Einzelfälle, bei denen die Nutzung bereits vor Baubeginn fixiert war. Allerdings hat sich entgegen den Erwartungen der Gesamtleerstand für Betriebsobjekte nur geringfügig erhöht. „Sollte sich das heurige Jahr positiv entwickeln, kann der Leerstand rasch wieder abgebaut werden“, so Maislinger. Die Regionen um das Stadtgebiet von Salzburg wie Bergheim, Anthering oder Wals-Siezenheim sind neben einigen Gebieten im Bereich Salzburg Nord, Vogelweiderstraße und das Gebiet um den Flughafen weiterhin sehr gefragt. Für Gewerbeobjekte von 500 bis 1.000 m² Nutzfläche herrscht weiter eine gute Nachfrage.

Bei den Büroflächen standen 2009 Neubauprojekte entlang der Bürotangenten Flughafen und Bergheim im Mittelpunkt, die entsprechende Mieten ermöglichen. Heuer ist auf dem Büromarkt mit einem Zuwachs von rund 30.000 m² zu rechnen. Der Trend der vergangenen Jahre zurück in die Innenstadtlagen hat sich auch 2009 fortgesetzt.

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